Die Keiserlich Eismanufaktur ist einer der Kölner Eisbetriebe, die im Sommer von langen Warteschlangen geschmückt werden. Bis auf die Straße reihen sich die Eishungrigen zu Stoßzeiten, um eine oder zwei süße kalte Kugeln zu bekommen. Zu Recht? Unser kulinarisches Interesse trieb uns so spät im Jahr noch in eine der Filialen am Neusser Platz.

 

Schlange stehen im Agnesviertel

Wir besuchen also die Filiale im Agnesviertel und kommen zur denkbar ungünstigen Zeit. Es ist halb vier und die Idee mit dem Eis unter der Herbstsonne hatten wir scheinbar nicht allein. Der Neusser Platz wimmelt vor Müttern und Vätern, die ihre Kinder gerade von Kita und Kindergarten abgeholt haben. Nicht wenige dieser Familien stehen nun vor uns in der ungeduldigen und eishungrigen Schlange, die erst einige Meter außerhalb des stilvoll und aufgeräumt wirkenden Ladens endet. Aber halb so schlimm. Die Bedienungen sind schnell und das Warten lohnt sich.

 

Keiserlich-Eis – klassisch und kombinationssicher

Das Eis von Keiserlich ist hausgemacht mit besten Zutaten aus kontrollierter und teils regionaler Landwirtschaft hergestellt. Keiserlich verzichtet dabei auf künstliche Zusätze und setzt dafür auf frische Milch und Obst. So steht es zumindest auf der Keiserlich-Website. Wenn man das Eis von Keiserlich probiert, glaubt man davon jedoch auch jeden Satz. Das Eis schmeckt frisch, cremig und auch die ausgefalleneren Sorten wirken nie künstlich. Das überhaupt ist ein großes Plus bei Keiserlich: Neben qualitativ hochwertig aufgelegten Klassikern gibt es auch immer wieder kreative ausgefallene Sorten. Diese verlassen jedoch nie den Rahmen des guten Geschmacks und man hat nie das Gefühl, dass ein wildes Zusammenmixen von verrückten Zutaten hier einen Selbstzweck erfüllt. Die Kompositionen machen Sinn und befriedigen die Lust auf Abwechslung gekonnt mit Balance und gutem Geschmack.

Keiserlich Eis

Keiserlich – gutes Eis, gute Ideen

Aber es ist nicht nur das hausgemachte Eis, das Freude macht. Keiserlich punktet auch mit guten Ideen. Da ist zum Beispiel die Schokowaffel. Es ist quasi der Keiserlich-Signature-Move, wenn die Bedienungen jede Waffel kurz unter einen Strahl köstlicher flüssiger Schokolade halten und somit das letzte Stück der Waffel extra versüßen. Auch praktisch: Das Eis kann man in kleinen Thermoboxen kaufen, um es jederzeit auf der heimischen Couch genießen zu können.

Fazit: Ja, zu Recht haben wir uns von der warmen Herbstsonne so spät im Jahr noch in die Keiserlich-Eisdiele locken lassen. Und bei der ersten Frühlingssonne werden wir wieder dort sein!