„Kochen verbindet“ – Interview mit Sandro Pietrobelli über Kochkurse als Teamevent

„Kochen verbindet“ – Interview mit Sandro Pietrobelli über Kochkurse als Teamevent

Sandro, du leitest seit 16 Jahren Kochkurse, was fasziniert dich daran?

Sandro: Das spannende ist, dass jedes Kochevent und jeder Kochkurs immer wieder anders ist. Jeder Abend entwickelt seine eigene Dynamik. Das liegt einerseits an äußeren Umständen, also Wetter, Jahreszeit und Anlass des Abends, Geburtstag oder Teamevent. Auf der anderen Seite liegt das aber auch an den völlig unterschiedlichen Menschen, die zu mir in den Kochkurs kommen. Ich habe mit der Zeit gelernt, mich immer wieder neu auf Gruppen einzustellen und einen Kochkurs von der Stimmung so zu steuern, dass alle sich wohlfühlen. Ich versuche quasi das Gemeinwohl anzusteuern. Das ist eine Herausforderung, die mich jedes Mal neu reizt.

Hast du so was wie eine Philosophie für deine Kochkurse?

Sandro: Mein Ziel ist es, die Erkenntnis zu wecken, dass Kochen ganz einfach ist – denn das ist es erst mal. Jeder kann kochen! Man muss nur die Motivation dafür herauskitzeln. Das geht nur, wenn ich nicht überfordere. Außerdem möchte ich unsere Gäste in den Kochkursen und Teamevents während des Kochens begleiten und nicht herumkommandieren. Der Gast soll etwas lernen, er soll aber auch loslassen können und sich wohlfühlen. Auch hier gilt: Es soll eine Art Wohlfühlraum entstehen, in dem der Gast sich auf das Kochen und das Miteinander einlassen kann.

Warum sind Kochkurse als Teamevent so beliebt?

Sandro: Sie sind zu 100% steuerlich absetzbar! (lacht)
Nein, im Ernst, Kochkurse bieten eine extrem gute Möglichkeit, Kollegen oder Mitarbeiter oder Kunden besser kennenzulernen. Und das eben nicht verkrampft auf Knopfdruck, sondern ganz nebenbei und natürlich. Kochen verbindet! Das ist natürlich ein bisschen plakativ. Aber eine gemeinsame Aufgabe mit einem gemeinsamen Ziel lenkt die Aufmerksamkeit ab. Man lernt sich quasi im Windschatten des Kochens ganz nebenbei wie von alleine kennen.

 

Und die gemeinsame Aufgabe schweißt zusammen…

Sandro: Das kommt noch dazu! Das Gute daran ist, dass man direkt am Tisch beim Essen eine Rückmeldung bekommt, ob und wie gut man dieses Ziel erreicht hat. Im besten Fall und der trifft meistens ein, ergibt sich ein gemeinsames Erfolgserlebnis. Das ist die Krönung eines lockeren und entspannten Miteinanders: gemeinsam das genießen, was man zusammen als Team gekocht hat. Gemeinsame Erfolgserlebnisse sind gerade für ein Teamevent sehr wichtig.

 

Was passiert, wenn etwas schief geht und es mal nicht schmeckt?

Sandro: Das ist in den 16 Jahren erst einmal passiert. Das war eine Creme Brulée, die statt mit Zucker mit Salz gemacht wurde. Die war nicht mehr zu retten. (lacht)
Ansonsten können wir eigentlich alles noch retten, korrigieren oder zur Not auch noch schnell neu machen. Wichtig ist, dass man die Fehler mit Humor nimmt. Und daraus lernt. Wenn die Creme Brulée hinterher für lustige Gespräche sorgt und auch die Gruppe selbst darüber lachen kann, ist das doch super! Es darf aber niemand vorgeführt werden. Und das ist dann auch meine Aufgabe, Missgeschicke so zu verpacken, dass sie als Anschauung für gelungene Problemlösung dienen und so doch noch zum Erfolg werden. Für unsere Gäste gilt: Keine Angst vor Missgeschicken, Fehler sind zum Lernen da!

Ein klassisches Rezept aus unseren Kochevents

Ein klassisches Rezept aus unseren Kochevents

Ein Kochevent in der Kochfabrik ist jedes Mal anders. Natürlich versuchen wir die Qualität bezüglich Service, Essen und Ausstattung immer gleich hoch zu halten, bzw. uns stets ein wenig zu steigern. Die Wünsche unserer Kunden, unsere unterschiedlichen Gäste und viele weitere kleine oder große Stellschrauben lassen jedoch jedes Kochevent zu einem besonderen und einzigartigen Abend werden. Vor allem in Sachen Menuauswahl sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Daher bieten wir unseren Kunden eine Menuberatung mit unserem Chefkoch Sandro Pietrobelli an. So lässt sich in aller Ruhe das perfekte Menu für Ihren perfekten Abend finden.

 

Unsere Menus für Ihr Kochevent

Wer möchte kann jedoch gerne auf unsere abgestimmten Menus zurückgreifen. Diese sind ausgewogen, korrespondieren gut und funktionieren auch bei größeren Gruppen. Ein klassisches Rezept – passenderweise aus unserem Paket „Classic“ – möchten wir Ihnen heute vorstellen. Für Ihr Kochevent zu Hause sozusagen. Sollte es nicht gelingen, kommen Sie doch einfach mal vorbei zu einem Kochevent in der Kochfabrik und holen Sie sich Tipps von unserem Fachmann Sandro Pietrobelli.

Viel Spaß beim Nachkochen!

 

 

Kalbsrücken auf Kartoffel-Sellerie-Stampf an Weisweinsauce und Zuckerschoten

(Rezept für 4 Personen)

Kalbsrücken aus dem Ofen

1 kg  Kalbsrücken
3 Zweige Rosmarin
2 Zehen Knoblauch

Backofen auf 210°C vorheizen (Heißluft).

Kalbsrücken von Sehnen und Knorpel befreien. Den Rosmarin und den leicht angedrückten Knoblauch auf einem Backblech verteilen. Den Kalbsrücken darauf legen und mit Olivenöl bepinseln, mit Salz & Pfeffer würzen. Das Backblech in den vorgeheizten Backofen einschieben und bei 210°C 5 Minuten garen, die Temperatur auf 150°C reduzieren und weitere 20 Minuten garen. Vor dem anschneiden den Kalbsrücken 3-4 min bei offener Backofentür ruhen lassen. In Scheiben schneiden und nochmals würzen.

Rosmarin Hauptgericht Classic Kochevent Knoblauch Hauptgericht Classic Kochevent

 

Weißweinsauce

100ml (g) Sahne
100ml (g) Milch
50ml (g) Weißwein
30ml (g) Wasser
1 Zwiebeln (Streifen)
50 g Champignons
25 g Butter
1 EL Mehl
ggf. etwas Trüffelbutter

Die Butter in einen Topf geben und darin die Zwiebeln glasig anschwitzen, mit dem Mehl abbinden und mit der gesamten Flüssigkeit auffüllen. Champignons klein schneiden und mit in die Sauce geben. Die Sauce einige Zeit kochen lassen.

Gelegentlich umrühren, um das Anbrennen zu verhindern. Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, die Sauce einfach durch ein feines Sieb geben, mit einem Mixer aufmixen und ggf. mit Trüffelbutter und Trüffel aromatisieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Zwiebel Hauptgericht Classic Kochevent Champignons Hauptgericht Classic Kochevent

 

Kartoffel-Selleriepüree                                   

1kg Kartoffel
300 g Sellerie
je 300 ml Milch und Sahne
50 g  Butter
Salz, Pfeffer

Kartoffeln und Sellerie schälen, klein schneiden und in einen Topf geben. Knapp mit der Milch-Sahne-Mischung bedecken (sollte die Flüssigkeit nicht ausreichen mit Wasser auffüllen), das ganze unter gelegentlichen Rühren bei mittlerer Hitze einkochen lassen

Sobald die Sahne verkocht ist und die Kartoffeln weich sind, wird die Butter zugegeben und das ganze kommt in den Mixer. So  lange pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Alternativ mit einem Kartoffelstampfer stampfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Zuckerschoten

500 g Zuckerschoten
eine Prise Zucker
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer

Zuckerschoten der Länge nach in dünne Streifen schneiden. In einer Pfanne Öl und Butter erhitzen, den Zucker mit in die Pfanne geben, Zuckerschoten bei mehrmaligem Wenden etwa 3 min. braten lassen und zum Schluss mit Salz & Pfeffer würzen.

Zuckerschoten Hauptgericht Classic Kochevent Anrichten Hauptgericht Classic Kochevent

Guten Appetit!

Ihr Firmenevent in der Kochfabrik

Ihr Firmenevent in der Kochfabrik

In den letzten zweieinhalb Jahren haben wir unzählige Firmenevents in der Kochfabrik durchgeführt und mit tollen Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen wunderbare Abende erlebt. Viele Kunden kommen immer wieder und genießen ihren Besuch bei uns es jedes Mal aufs Neue. Mit Kollegen, Mitarbeitern oder Kunden gemeinsam ein eigenes Menu zuzubereiten und einen schönen Abend genießen, bleibt auch beim zweiten, dritten oder vierten Mal ein Erlebnis. Für die Kunden, die noch nie ein Firmenevent in der Kochfabrik erlebt haben, stellt sich hingegen immer wieder die Frage, was sie sich unter einem Kochevent in der Kochfabrik eigentlich vorstellen sollen. Grund genug Ihnen mal ein typisches Firmenevent in der Kochfabrik vorzustellen.

 

Ihr Firmenevent – Ihre Wünsche

Ein typisches Firmenevent in der Kochfabrik gibt es eigentlich gar nicht. Denn jedes Event ist anders. Verschiedene Abende entwickeln verschiedene Dynamiken. Verschiedene Menschen, füllen ein Event auf sehr unterschiedliche Weise mit Leben. Darüber hinaus hat jeder Kunde andere Wünsche, wie sein Event werden soll: Angegliedert an eine Tagung? Eine Präsentation kurz vorm Essen? Champagner statt Sekt? Es ist Ihr Event und wir erfüllen Ihre Wünsche!

 

Der Empfang – Ihr Firmenevent beginnt

Es ist kurz vor 18 Uhr. Sie kommen über den langgezogenen Innenhof auf die Kochfabrik zu. Das Gebäude ist festlich beleuchtet, ein köstlicher Duft liegt in der Luft. Unser Serviceteam erwartet Sie bereits und empfängt Sie herzlich an der Tür. Dann kurz zur Garderobe und erst einmal umschauen: Alles ist vorbereitet, es läuft Musik im Hintergrund, zum Empfang stehen Brot und italienische Aufschnitt-Variationen bereit, Prosecco wird für Sie eingeschenkt. Erst einmal anstoßen! Mit einem Glas Prosecco in der Hand plaudern Sie entspannt mit den anderen Gästen, neugierige Blicke treffen sich, Vorfreude liegt in der Luft. Ihren ersten Appetit stillen Sie mit unseren Aperitif-Häppchen, noch ein Schluck Prosecco, Sie atmen durch und sind angekommen.

Unser Chefkoch Sandro Pietrobelli bittet um Ihre Aufmerksamkeit. Er begrüßt sie, stellt zuerst sich vor, unser Team und dann das Menu. Es folgt ein kurzer Einblick in den Ablauf des Abends. Teams für die Zubereitung der einzelnen Elemente des Menus werden eingeteilt, die Spannung steigt – Los geht’s!

 

Das große Kochen – Ihr Firmenevent lebt!

Jedes Team an seine Station, kurz orientieren, Rezepte lesen. Der aktive Teil Ihres Firmenevents beginnt jetzt! Unter Mithilfe unseres Koches und unserer Servicekräfte fangen Sie mutig an zu parieren, schneiden, kochen, braten, backen. Und das nicht alleine, Teamarbeit ist gefragt! Die bunt gemischten Teammitglieder müssen sich absprechen, Aufgaben verteilen und aushelfen, wo Hilfe benötig wird. Gleichzeitig bietet das gemeinsame Kochen eine wunderbare Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wer nebeneinander Fisch filetiert oder Nudelteig knetet, kann ungezwungen plaudern. Sie werden Ihre Mitarbeiter oder Kollegen in einem Firmenevent in der Kochfabrik definitiv besser kennenlernen…und gleichzeitig viel zu lachen haben.

Das Essen – Der Höhepunkt Ihres Firmenevents

Nach dem Vergnügen ist vor dem Vergnügen. Nach dem unterhaltsamen Trubel in der Küche, folgt der entspannte Teil des Abends – das Essen! Den Tisch im oberen Teil der Kochfabrik haben wir schon vorher für Sie stilvoll eingedeckt. Unter Mithilfe des jeweiligen Teams servieren Ihnen nun unsere Servicekräfte jeden Gang an den Platz. Sie bleiben sitzen und genießen, plaudern angeregt mit den Sitznachbarn über die Herausforderungen des Kochens, über den nächsten Urlaub oder witzigsten Missgeschicke der Kinder. Den Büro-Small-Talk haben Sie jedenfalls längst hinter sich gelassen.

Verabschiedung – Ein schönes Firmenevent geht zu Ende…Oder?

Es sitzt sich schön in der Kochfabrik. Mit Freude haben Sie Ihr selbstgekochtes 3-Gang-Menu genossen und herrlichen Wein getrunken. Sie haben Ihre Kollegen, Mitarbeiter oder Kunden neu bzw. besser kennengelernt und Ihre Teamfähigkeit unter Beweis gestellt. Nun lassen Sie den Abend mit einem Kaffee an der Bar ausklingen und gehen mit den besten Wünschen unserer Servicekräfte satt und zufrieden nach Hause…

Sie haben noch Energie? Kein Problem! Dank der zentralen Lage der Kochfabrik muss Ihr Firmenevent noch nicht enden. Die Bars des Belgischen Viertels sind genauso gut zu erreichen, wie die Kölsch-Kneipen der Altstadt! So oder so, ob gemütlicher Abend oder lange Nacht, Ihr Firmenevent wird ein voller Erfolg werden!

Mit Herz und Seele im Kochevent – Sandro Pietrobelli

Mit Herz und Seele im Kochevent – Sandro Pietrobelli

Vor über zwei Jahren hat die Kochfabrik ihre Türen geöffnet und sich als Location für Kochevents und Kochkurse als feste Instanz in Köln etabliert. Nationale und internationale Kunden genießen seit der Eröffnung im Dezember 2015 die wunderbare Mischung aus zurückhaltendem aber stilvollen Raumkonzept und wunderbar frischer und bunter Küche.

 

Kochevents mit kulinarischer Finesse

Die Kochevents in der Kochfabrik erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Ob als Maßnahme für Teambuilding, als Firmenevents oder als private Feier, ein Abend in der Kochfabrik ist immer was Besonderes. Eine stilvolle Location,  herzlich-freundlicher Service und ausgezeichnetes Essen machen den Erfolg aus. Für den kulinarischen Teil des Erfolgs zeichnet sich unser Küchenchef Sandro Pietrobelli verantwortlich. Er entwirft die Menus, sucht die Weine aus und führt unsere Gäste in den Kochevents zu ihren ganz eigenen kulinarischen Erfolgen. Er ist Herz und Seele der Kochfabrik. Es wird also Zeit, dass wir unseren Chef de Cuisine mit italienischen Wurzeln einmal vorstellen.

 

Chef de Cuisine mit italienischen Wurzeln

Kulinarisch aufgewachsen in der Küche seiner italienischen Mama, entwickelte Sandro zwischen frischer Pasta, Sugo al Pomodoro und Minestrone schon früh seine Leidenschaft zum Kochen. Sein Vater, ein italienischer Metzger mit eigener Osteria in Venezien prägt diese Leidenschaft weiter und lässt die bis heute anhalten. Kein Wunder also, dass Sandros kulinarischer Stil italienisch geprägt ist. Nach einer Ausbildung im Sterne-Restaurant Bado La Poêle d’Or kommen noch französische Einflüsse hinzu. Und so sind es die unterschiedlichen Stile und seine ansteckende Freude am Kochen, die sein Wirken in den Kochevents der Kochfabrik ausmachen.

Nicht alltäglich – aber machbar

Mit Sandros Unterstützung zaubern unsere Gäste wunderbare Menus. Sie lassen kulinarische Kreationen entstehen, zu denen sie nicht glaubten, fähig zu sein. Sie wachsen über sich hinaus. Dass dies alles so funktioniert, ist Sandros Expertise zu verdanken. Und seiner akribischen Vorarbeit. Denn ein Kochevent beginnt für Sandro bereits mit den richtigen Rezepten. Leicht umsetzbar sollen diese sein, aber nicht alltäglich. Sie sollen die Gäste am Herd fordern, aber nicht überfordern.

 

Mit Erfahrung zum Erfolg – Kochevents in der Kochfabrik

Unsere Gäste dürfen sich ausprobieren und experimentieren, sollen locker und leicht ein 3-Gang-Menu kochen und dabei noch Spaß haben. Und am besten soll es am Ende auch noch schmecken! Nur so wird z.B. eine Firmenfeier zu einem gelungenen Abend. Wenn unsere Gäste in unserer Küche schöne und in Erinnerung bleibende Erfahrungen machen sollen, brauchen sie jemanden an ihrer Seite, der seine Erfahrungen bereits gemacht hat. Unser Küchenchef Sandro Pietrobelli leitet seit 16 Jahren Kochkurse und Kochevents in Größen zwischen 8 und 150 Personen. Und diese Erfahrung gibt er gerne an unsere Gäste weiter.

Ein Besuch in der Markthalle Belgisches Viertel – Teil 2

Ein Besuch in der Markthalle Belgisches Viertel – Teil 2

Wir haben bereits berichtet über die Markthalle Belgisches Viertel. Jedoch: Vollständigkeit fehlte. Genauer fehlte die gesamte untere Etage der Markthalle in unserem Bericht. Die Mittagspause als Zeitfenster für einen Besuch war zu kurz, um beide Etagen vorzustellen. Nicht dass die Markthalle nicht in zwei Minuten durchschritten wäre. Nur wer möchte das, in Eile durch diese schönen Stände fliegen. Jeder Ort hat sein eigenes Tempo. In der Markthalle möchte man schlendern, hier vergeht die Zeit anders. Kurz mal an der Espressobar durchgeatmet, Brotspezialitäten bestaunt und sich verträumten Blickes in das Schaufenster des Metzgereistandes verguckt und schon ist die Mittagspause vorbei.

 

Die zweite Mittagspause in der Markthalle

Eine zweite Mittagspause musste her, ein zweiter Besuch abgestattet werden. Viel Überredung war nicht nötig. Der Mittagshunger wurde eingepackt und mitgebracht. In der Markthalle Belgisches Viertel ist er am richtigen Platz. Und hier ist er auch ein guter Berater. Gestartet wurde jedoch gänzlich unkulinarisch.

 

Das Kellergeschoss der Markthalle – ein köstlicher Niedergang

Ohne Ablenkung rein in die Markthalle und die Treppe runter, so der Plan. Unten empfängt der große Sitzbereich des Bistros, es duftet nach allerlei Köstlichkeiten. Unser Appetit rebelliert, möchte das Ruder übernehmen. Neidvoll blickt es sich zudem auf die gefüllten Weißweingläser der dort sitzenden Gäste. Wir aber reißen uns los, drehen rechts ab und beginnen unseren Weg wie geplant am Stand von Jonas Povel.

 

Jonas Povel – Designertaschen in der Markthalle

Designertaschen zwischen Metzger, Bäcker und Gemüsehändler, das überrascht erst einmal. Den Stand vor Augen und ein Gefühl später, merkt man: das passt! Der Neuzeit-Designer Povel entwirft wunderschöne, elegante aber lässige Taschen, die sich überraschend gut in das Angebot der Markthalle einfügen. Der Stand sprüht dabei vor industrieller Nostalgie und bietet dem Auge viele Details um sich zu vergnügen. Als Kostprobe wird ein kleines Leder-Portemonnaie gekauft, ein netter Plausch ist inklusive.

Jonas Povel in der Markthalle Belgisches Viertel Jonas Povel Etikett

 

Pfälzischer Wein in der Kölner Markthalle – IMI Winery

Mit neuem Portemonnaie in der Tasche und in Plauderlaune geht es weiter zum Standnachbarn – der IMI Winery. Pfälzische Trauben, nachhaltig und biologisch, zu wunderbaren Weinen verarbeitet und hier stilvoll angeboten. Sich durch alle Weine der Winery durchzuprobieren, sei uns eine wunderbare mittelfristige Lebenszielsetzung. Nebenbei: Wer partout nicht aus dem Haus möchte, kann sich die Weine direkt von der Winery kostenlos liefern lassen. Praktisch – bringt einem jedoch um einen kulinarisch spannenden Besuch in der Markthalle.

IMI Winery Front Markthalle Belgisches Viertel IMI Winery Weinregal Markhalle Belgisches Viertel

 

Barré Cuisine und Patisserie – Süßes für Augen und Gaumen

Man käme dann auch nicht am Stand der Patisserie Barré vorbei. Eclairs, Mille-feuilles, Tartes und Macaronades – sie alle und noch viel mehr französische Spezialitäten wären verpasst, ungesehen und unprobiert. Scandaleux! Die Patisserie-Kreationen von Barre verdanken ihre Schönheit nicht geschmacklosen Zuckerguss-Plastiken sondern wunderbar natürlich-köstlichen Elementen, die zusammen sowohl für das Auge als auch für den Gaumen ein Genuss sind. Man kommt ins Schwärmen…

Barre Markthalle Belgisches Viertel Tarte Markthalle Belgisches Viertel

 

Ein Garten Eden für den Hungrigen

Vor dem Süßen jedoch kommt das Herzhafte. Und so sitzt man schnell und gerne an einem der schönen Tische im Bistrobereich des „Garten Eden“. Herzlich begrüßt studiert man die Tageskarte, bestellt Bretonische Fischsuppe und einen Weißwein. Der Hunger und die Vorfreude lassen keine Ungeduld aufkommen. Das Essen kommt zügig. Die Suppe schmeckt ausgezeichnet, eine echte Fischbrühe, kräftig und würzig, mit toller Einlage. Der hervorragende Wein kommt vom Weinstand nebenan, was Sinn und Freude macht. Also dann zurücklehnen, umschauen und urteilen: Das Konzept der Markthalle ist stimmig, sie ist ein Gewinn für das Belgische Viertel!

Garten Eden Markthalle Belgisches Viertel Bretonische Fischsuppe Markthalle Belgisches Viertel

Unsere Empfehlung:

Macht Euch einen schönen kulinarischen Tag in Köln! Verbindet einen mittäglichen Besuch in der Markthalle Belgisches Viertel mit einem Kochkurs abends bei uns in der Kochfabrik!

Unser Spargelrezept zum Start in die Spargelsaison

Unser Spargelrezept zum Start in die Spargelsaison

Oh du schöne Spargelzeit!

Wenn der Spargel – als vielleicht letztes echtes Saisongemüse – gegen Ende April nach langer Abstinenz wieder seinen Weg auf unsere Teller findet, ist die Freude groß. Ungeduldig wartet man auf die ersten Stangen beim Gemüsehändler. Dabei lohnt es durchaus, sich bei ersten Angeboten aus z.B. Spanien zurückzuhalten, denn der deutsche Spargel genießt nicht nur einen vorzüglichen Ruf, er hat auch weniger Kilometer hinter sich und ist durch die kürzeren Wege deutlich frischer.

Spargel aus der Region

Wer also geduldig ist und auf regionale Ware zurückgreifen möchte, tut nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, sondern bekommt meist auch sehr gute Qualität. Mittlerweile gibt es durchaus auch im Supermarkt Gemüse aus der Region, wer aber auf Nummer sicher gehen möchte und zudem ein besonders authentisches Einkaufserlebnis haben möchte, kauft den Spargel am besten direkt auf einem Spargelhof. In der Region Köln geht das z.B. bei Spargelhof Wermes, auf dem Gut Clarenhof oder dem Beller Hof.

Spargel mal anders

Wer dann nach langer Wartezeit endlich wieder Spargel zubereitet, greift oft auf klassische Rezepte zurück – grüner oder weißer Spargel mit Salzkartoffeln, Schinken und Butter bzw. Sauce Hollandaise. Und das ist verständlich, diese Kombination ist äußerst lecker und nicht umsonst ein Klassiker. Für alle die Spargel mal anders erleben möchten, hat unser Küchenchef Sandro ein besonderes exotisches Rezept rausgesucht. Spargel mit Vanille und Passionsfrucht – ein Mix, der sensationell gut schmeckt. Seien Sie mutig!

Übrigens: Wer seine Kompetenzen in der Gemüseküche erweitern möchte, kann dies in einem unserer Kochkurse zum Thema „Gemüse“ tun. Einfach hier klicken und anmelden!

Rezept: Spargel in der Papiertüte mit Tiefseegarnelen

Zutaten:

20 Stangen weißer Spargel
2 Passionsfrüchte
100 ml Orangensaft
Mark von 1 Vanille
2 EL Honig
150 ml Olivenöl
1 Eigelb
Salz & Pfeffer

8 Tiefseegarnelen
2 Zweige Rosmarin
1-2 EL Olivenöl

Backofen auf 180°C vorheizen.

Spargel schälen und von holzigen Enden befreien.

Passionsfrüchte aufschneiden und das Fruchtfleisch zusammen mit Vanillemark, O-Saft und dem Honig in einer Schüssel verquirlen, das Dressing kräftig mit Salz & Pfeffer würzen.

Ein Stück Backpapier(ca. 30X30 cm) auf ein Backblech legen, den Spargel draufgeben, die Ränder des Papiers etwas hochklappen und das Dressing auf den Spargel geben, Ränder des Backpapier mit Eigelb bestreichen und einen zweiten Bogen Backpapier in der gleichen Größe drauf legen, miteinander verkleben und die Ränder zusammenfalten, so dass kein Dampf entweichen kann.

Das Päckchen im Backofen etwa 35 Min schmoren.

Garnelen von der Schale und dem Darm befreien und mit Olivenöl und Rosmarin in einer Pfanne anbraten, dabei mit Salz & Pfeffer würzen.

Päckchen aus dem Ofen nehmen, öffnen und den Spargel auf Teller anrichten, dazu die Garnelen und etwas von dem Spargelsud geben.

Fertig!